AGRAR

designed mit Materialien der WESOM Textil GmbH für GesamttextilSpezielle technische Textilien, die in der Landwirtschaft und im Gartenbau ihre Anwendung finden, werden im Allgemeinen als Agrartextilien bezeichnet.

Hauptsächliche Anwendungsgebiete sind der Obst- und Gemüseanbau, der Baum- und Rasenschul- sowie der Floristikbedarf. Mit Hilfe der Agrartextilien lassen sich unter anderem wesentliche Steigerungen der Produktivität, der Einsparung von Energie und der ökologischen Betriebsführung erzielen.

Funktionen der Agrartextilien

Funktionen der Agrartextilien

Schützen
Agrartextilien geben Pflanzen Schutz vor äußeren Umwelteinflüssen, vor Pflanzenschädlingen und Verbiss. Der Einsatz bei der Produktion von Gemüse, Blumen, Fertigrasen bzw. Rollrasen sowie der Schutz von Bäumen und Baumballen vor Schädigungen sind die Hauptanwendungsgebiete.
Frostschutz
Agrartextilien in Form von Vliesstoffen geben Pflanzen einen Schutz vor Frost bei Überwinterungen und bilden als Verfrühungsvlies für die Aufzucht ein Mikroklima aus, welches das Wachstum der Pflanzen fördert.

Speichern


Im Bereich der Agrartextilien hilft z.B. Mulchvlies Niederschlagswasser zu speichern und damit eine schnelle Austrocknung des Bodens zu verhindern.
Abschatten
Agrartextilien, als Schattenstoff für den Indoor- und Outdoorbereich können die Wachstumsbedingungen des Mikroklimas für die Pflanzen wesentlich verbessern und damit das Wachstum und die Pflanzenqualität fördern. Starke Sonnenbestrahlung werden abgeschattet und im Outdoorbereich zusätzlich Schäden durch Platzregen, Wind und Hagel gemindert oder vermieden.

Fangen


Der Einsatz von Agrartextilien als Erntehilfe, z.B. in Form von Erntenetzen, hilft dabei Früchte aufzufangen und diese vor Druckstellen und Beschädigungen beim Aufschlagen auf den harten Untergrund zu schützen.
Rankhilfe
Rankhilfen bieten kletternden Pflanzen einen entsprechenden Halt, gewährleisten ein optimales Wachstum und reduzieren Schäden an Mauern.
Windreduktion
Windreduktionsanlagen verringern die Windgeschwindigkeit bei weitläufigen Anlagen. Sie dienen z.B. dem Schutz von dahinter gelegenen Pflanzen.
Verpacken
Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen können als ökologische Alternative zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien als Sackware aber z.B. auch als Ballenstoff bei Baumschulen eingesetzt werden.
Binden
Als Baum- und Blumenbinder bzw. -bänder stellen Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen eine ökologische Alternative zu synthetischen Bindematerialien dar. Sie helfen dabei Pflanzen bei der Aufzucht und beim Verkauf sicher bzw. dekorativ zu binden. Bei speziellen Anforderungen an die Beständigkeit werden synthetische Materialien mit entsprechenden Ausrüstungen angeboten.
Dekorieren


Textilien im Anwendungsbereich des Floristikbedarfes werden von der Dekoration von Präsenten bis zur Ausschmückung im Innen- und Außenbereich, z.B. von Schaufenstern, in Verkaufsräumen unter anderem als Sicht
schutz verwendet.

Rohstoffe für Agrartextilien

Rohstoffe für Agrartextilien

Als Fasermaterial kommen je nach Funktion

  • natürliche (z.B. Kokos, Jute, Sisal und Baumwolle) oder
  • synthetische (z.B. Polyethylen, Polypropylen, Polyester, Polyamide, Polyolefine und Polyacrylnitrite) Werkstoffe zur Anwendung. 

Bei einer angestrebten, zeitlich begrenzten Funktionsgewährleistung werden Naturfasern, welche sich gegenüber synthetischen Werkstoffen vollständig ohne Reststoffe abbauen, eingesetzt. Synthetische Fasern können unter anderem bei geforderter biologischer, chemischer, physikalischer sowie UV-Beständigkeit verwendet werden.

Verarbeitungsarten von Agrartextilien

Verarbeitungsarten von Agrartextilien

Je nach Verarbeitungsart werden Agrartextilien in Vliesstoffe, Gewebe, Gewirke, Verbundstoffe, Bänder und Garne unterteilt, die unter anderem zum Schützen, Abschatten, Verpacken, Binden, Fangen und zur Dekoration eingesetzt werden.

  • Vliesstoffe werden durch einen chemischen, mechanischen oder thermischen (kohäsiven oder adhäsiven) Verfestigungsprozess aus flächenhaft aufeinander abgelegten einzelnen Fasern hergestellt. Je nach Verfestigungsverfahren bilden sich dabei unterschiedliche Eigenschaften aus, die für den späteren Einsatz optimal angepasst werden.
  • Gewebe bestehen aus sich regelmäßig, im Allgemeinen rechtwinklig, kreuzenden Fadensystemen. Die Bindungsart (z.B. Köper- oder Leinenbindung) beeinflusst dabei wesentlich die technischen Eigenschaften wie die Zugfestigkeit und die Dehnung.
  • Gewirke (Maschenwaren) bestehen aus einem oder mehreren Fadensystemen, die durch Vermaschen bzw. Vernähen verbunden werden. Diese unterscheiden sich von den Geweben durch gestreckt vorliegende Fäden sowie die Vernähung der Kreuzungspunkte mit einem dritten Faden, dem Nähfaden. Die hieraus entstehenden textile Flächen haben:
    • im Vergleich zu Geweben geringe Konstruktionsdehnungen,
    • verschiebefeste Knotenpunkte,
    • eine höhere Festigkeit und eine niedrigere Dehnung in Richtung der durchlaufenden Fäden.
  • Verbundstoffe sind in der Fläche miteinander verbundene Gewebe, Vliesstoffe oder Maschenwaren. Sie kombinieren die Eigenschaften der einzelnen Geotextilien und werden für die optimale Anpassung an bestimmte Anforderungen hergestellt.
  • Bänder sind Textilien mit begrenzter Breite, die in der Regel zwei feste Kanten aufweisen.
  • Garne werden auf der Basis natürlicher Materialien bzw. bei besonderen Anforderungen an die Beständigkeit auf der Basis synthetischer Materialien hergestellt.