Anwendungsbeispiele

Die Einsatzgebiete für Erosionsschutz- und Begrünungsmatten sind sehr vielfältig. Im Folgenden sind einige verschiedene Anwendungsbeispiele näher erläutert.

Verkehrswegebau

Im Verkehrswegebau steht die schnelle Böschungssicherung mit einem hohen ästhetischen Wert an erster Stelle bei einer Begrünung. Der Böschungswinkel, die Heterogenität des Böschungsmateriales, die Belastung durch Tausalze und Abgase, extreme mikroklimatische Schwankungen vor allem bei Südböschungen sind spezielle Anforderungen an die Begrünung.

Steilböschungen im Landschaftsbau

An eine Begrünung von Steilböschungen im Landschaftsbau können die vielfältigsten Anforderungen hinsichtlich Böschungswinkel und Länge, Nährstoffangebot, chemische Belastungen gestellt werden, die durch die Auswahl der entsprechenden Matte erfüllt werden. Beispielsweise können gesonderte Matten auch zur Sanierung von Großgehölzen im Wurzelbereich eingesetzt werden.

Bergbaunachfolgelandschaften

Bergbaunachfolgelandschaften zeichnen sich häufig durch einen fehlenden Mutterboden, große Böschungswinkel, chemische Belastungen und infolge ihres Profils und der grobkörnigen Aufhaldung durch ein geringes Wasserangebot aus. Ziel ist es, diese Flächen zu renaturisieren und die begrünte Fläche gut in das Landschaftsbild einzupassen.

Geotextilbewehrte Steilböschungen

Geotextilbewehrte Steilböschungen stellen eine ökologische und wirtschaftliche Alternative zu traditionellen Bauweisen mit z.B. Stahlbetonmauern, Spundwänden oder Betonelementen dar. Neben der Ästhetik dient die Begrünung dem Schutz, der zur Bewehrung eingesetzten Bewehrungsgewirken (Geokunststoffen), vor UV-Strahlung.

Lärmschutzwälle

Lärmschutzwälle können u.a. mit Hilfe von Geotextilien begrünbar erstellt werden. Ein hoher ästhetischer Wert der Begrünung verbunden mit dem Schutz der Geokunststoffe vor UV-Strahlung stehen hierbei an erster Stelle. Bei der Auswahl der Begrünungsmatten muss vor allem das geringe Wasserangebot berücksichtigt werden.

Deponien

Bei Deponien müssen Hausmülldeponien mit Ausgasungen, Industriedeponien für Rest- und Abfallstoffe ohne Ausgasungen und Flächen zur Deponierung von Schlämmen, Feinsanden und Aschen unterschieden werden. Hieraus ergeben sich unterschiedlichste Belastungen für die zu begrünende Flächen, die bei der Auswahl der Matten berücksichtigt werden müssen.

Industrieflächen

Industrieflächen zeichnen sich durch unterschiedlichste Historien aus ihrer Nutzung aus. Generell treten Probleme mit stark wechselnden Bodenverdichtungen, fehlendes Bodenleben, geringe Nährstoffspeicherfähigkeit, Nährstoffarmut auf. Hieraus ergeben sich unterschiedliche Ansprüche an die Erosionsschutz – und Begrünungsmatten.

Gebirgshänge

Gebirgshänge müssen vor allem bei Ausfall der natürlichen Begrünung durch Umweltverschmutzung oder Nutzung (z.B. Freizeit und Industrie) vor Erosionen durch eine neue Begrünung geschützt werden. Erschwerend für eine erfolgreiche Begrünung sind die klimatischen Verhältnisse im Hochgebirge, eventuell saure Böden, geringer Nährstoffgehalt, fehlender Mutterboden und felsiger Untergrund zu berücksichtigen.

Aride Gebiete

Begrünungsprobleme arider Gebiete werden vor allem durch einen akuten Wassermangel, durch das extreme Klima mit großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, durch eine Versalzungsgefahr und durch die Nährstoffarmut verbunden mit einer geringen Nährstoffspeicherfähigkeit verursacht. Nur speziell ausgestattete Begrünungsmatten in Verbindung mit einer Bewässerung können unter diesen Rahmenbedingungen eine Begrünung ermöglichen.