BAU

designed mit Materialien der WESOM Textil GmbH für GesamttextilMit modernen Bautextilien lassen sich neue konstruktive, gestalterische sowie ökologische und ökonomische Lösungen im Bereich des Lehm- und Dachbaues realisieren. Diese können als dekorative Elemente z.B. zur Gestaltung von Häuserfassaden oder Innenwänden im Gebiet des Lehmbaues oder auch als funktionelle Unterstützung von begrünten Dachflächen ausgeführt sein.

Funktionen der Bautextilien

Funktionen der Bautextilien

Filtern
Als Filter halten Bautextilien Bodenbestandteile oder andere Partikel zurück, während der Durchfluss von Flüssigkeiten senkrecht zur Filterebene
ermöglicht wird. So kann beispielweise die dauerhafte Aufrechterhaltung der Dränagefunktion bei Gründächern gewährleistet werden.
Dränen
Dränen ist die flächige Erfassung und Ableitung von Wasser oder anderen Flüssigkeiten. Dränsysteme auf der Basis von Bautextilien ersetzen aufwendige Dränschichten aus mineralischen Baustoffen und ermöglichen damit die Dachbegrünung auch auf weniger tragfähigen  Dachkonstruktionen.
Schützen
Bautextilien geben Kunststoffbahnen und beschichteten Bauteilen Schutz vor mechanischer Beschädigung. Der Einsatz im Dachbau zum Schutz von Dichtungsbahnen sind die Hauptanwendungsgebiete.
Erosionsschutz
Der oft Jahre dauernde natürliche Aufbau von Vegetationsschichten wird mit Erosionsschutzmatten gefördert und gesichert. Der Abtransport von Bodenteilchen durch Wasser und Wind an Abhängen wird durch diese Schutzmatten verhindert. Besonders auf zu begrünenden Dächern (mit zu meist vorherrschenden hohen Windgeschwindigkeiten) bieten Erosionsschutzmatten eine schnelle und sichere Vegetationshilfe.
Dichten
Für den Umwelt- und Grundwasserschutz sowie die Lebensdauer von erdberührenden Bauwerken wie von Gründächern sind Dichtungen unverzichtbar. Langfristig garantierende Dichtung bei hoher mechanischer und chemischer Beständigkeit und eine einfache Handhabung beim Einbau sind die wesentlichen Anforderungen an diese Bauteile.
Folie20
Bautextilien z.B. in Form von Putzträgern unterstützen die Haftung von Putzmörteln an Flächen, die nicht oder nur unzureichend als  Putzuntergrund geeignet sind. Darüber hinaus können diese modernen Textilien durch die rissbeständigen Kett- und Schussfäden Spannungen aufnehmen und so rissgefährdende Stellen sicher armieren.
Schallschutz
Bautextilien eingesetzt als Schallschutzmatten verhindern die Übertragung von z.B. Trittschall auf angrenzende Tragkonstruktionen und gewährleisten dadurch die Anforderungen an den modernen Schallschutz.
Bewehren
Für die Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Bodenschichten bei der Dachbegrünung werden zur Aufnahme von Zugkräften Bautextilien in die Vegetationstragschicht eingelegt.
Speichern
Bautextilien in Form von Vliesstoffen, die z.B. bei der Dachbegrünung eingesetzt werden, speichern Niederschlagswasser und versorgen dadurch die Vegetation über lange Zeit mit ausreichend Feuchtigkeit.

Dämmen


Bautextilien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf, welche zu Platten verarbeitet wurden, dienen der Wärmedämmung von Zwischendecken, Dächern, Außen- und Innenwänden.
Dekorieren
Bautextilien werden für die Ausschmückung im Innenausbau z.B. als Putztapete für den Lehmbau sowie für eine ökologische Bauweise verwendet.

 

Rohstoffe für Bautextilien

Rohstoffe für Bautextilien

Als Rohstoffe werden je nach entsprechender Aufgabe bzw. Funktion

  • natürliche (z.B. Jute, Baumwolle, Kokos, Sisal, und Hanf),
  • synthetische (z.B. Polyester, Polypropylen, Polyethylen, Polyamide, Polyolefine und Polyacrylnitrite) oder
  • mineralische (z.B. Glas, Basalt und Aramid) Werkstoffe eingesetzt.

Verarbeitungsarten von Bautextilien

Verarbeitungsarten von Bautextilien

Nach der Art der Verarbeitung werden Bautextilien unterteilt in Vliesstoffe, Gewebe, flächige Gewirke, Bänder und Platten, die zum Filtern, Dränen, Schützen, Erosionsschutz, Dichten, Beschichten, Dämmen oder zur Dekoration eingesetzt werden.

  • Vliesstoffe werden durch einen chemischen, mechanischen oder thermischen (kohäsiven oder adhäsiven) Verfestigungsprozess aus flächenhaft aufeinander abgelegten einzelnen Fasern hergestellt. Je nach Verfestigungsverfahren bilden sich dabei unterschiedliche Eigenschaften, z.B. Zugfestigkeit, Dehnung, Öffnungsweite (Filterwirkung) aus.
  • Gewebe bestehen aus sich regelmäßig, im Allgemeinen rechtwinklig, kreuzenden Fadensystemen. Die Bindungsart (z.B. Köper- oder Leinenbindung) beeinflusst dabei wesentlich die technischen Eigenschaften wie die Zugfestigkeit und die Dehnung.
  • Gewirke (Maschenwaren) bestehen aus einem oder mehreren Fadensystemen, die durch Vermaschen bzw. Vernähen verbunden werden. Diese unterscheiden sich von den Geweben durch gestreckt vorliegende Fäden sowie die Vernähung der Kreuzungspunkte mit einem dritten Faden, dem Nähfaden. Die hieraus entstehenden textile Flächen haben:
    • im Vergleich zu Geweben geringe Konstruktionsdehnungen,
    • verschiebefeste Knotenpunkte,
    • eine höhere Festigkeit und eine niedrigere Dehnung in Richtung der durchlaufenden Fäden.
  • Bänder sind Textilien mit begrenzter Breite, die zwei feste Kanten aufweisen.