Funktionen der Geotextilien

Bewehren
Für die Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Bodenschichten werden zur Aufnahme von Zugkräften unter Straßen, Schienen und Wegen oder zwischen Bodenschichten zur Sicherung von Hängen, Straßen- und Bahndämmen sowie von Lärmschutzwällen Geotextilien eingelegt.
Trennen
Der Aufbau von Erdbauwerken mit unterschiedlichen Bodenschichten in Körnung und Eigenschaft ermöglicht die Übernahme verschiedener Aufgaben. Geotextilien als Trennschicht verhindern die Vermischung benachbarter Bodenarten und erhalten somit dauerhaft deren Eigenschaften und Funktionsweisen.
Filtern
Als Filter halten Geotextilien Bodenbestandteile oder andere Partikel zurück, während der Durchfluß von Flüssigkeiten senkrecht zur Filterebene ermöglicht wird.
Dränen
Dränen ist die flächige Erfassung und Ableitung von Wasser oder anderen Flüssigkeiten. Dränsysteme auf der Basis von Geotextilien ersetzen aufwendige Dränschichten aus mineralischen Baustoffen.
Schützen
Geotextilien geben Kunststoffbahnen und beschichteten Bauteilen Schutz vor mechanischer Beschädigung. Der Einsatz im Deponie- und Tunnelbau sowie der Schutz von Rohrleitungen sind die Hauptanwendungsgebiete.
Erosionsschutz
Der oft Jahre dauernde natürliche Aufbau von Vegetationsschichten wird mit Erosionsschutzmatten gefördert und gesichert. Der Abtransport von Bodenteilchen durch Wasser und Wind an Abhängen wird durch diese Schutzmatten verhindert.
Dichten
Für den Umwelt- und Grundwasserschutz sowie die Lebensdauer von erdberührenden Bauwerken wie Gründungen von Wohn- und Industriebauten, Tunneln und Tiefgaragen sowie von Gründächern sind Dichtungen unverzichtbar. Langfristig garantierende Dichtung bei hoher mechanischer und chemischer Beständigkeit und eine einfache Handhabung beim Einbau sind die wesentlichen Anforderungen an diese Bauteile.