HEIM

Unter dem Begriff „Heimtextilien“ werden alle textilen Produkte für die Innenausstattung und Innendekoration zusammengefasst.

Eingesetzt werden diese Textilien vor allem im Dekorationsbereich sowie im Möbelbau für die häusliche Ausstattung sowie für öffentliche Einrichtungen wie z.B. Kindergärten, Schulen oder Behörden. Mit diesen speziell ausgerüsteten Heimtextilien lassen sich beispielweise die hohen Anforderungen an das Brandverhalten in öffentlichen Institutionen erfüllen. Weiterhin kann durch den Einsatz von Textilien auf Basis nachwachsender Rohstoffe die Umwelt geschützt und fossile Ressourcen eingespart werden.


Funktionen der Heimtextilien

Funktionen der Heimtextilien

Dekorieren
Heimtextilien werden für die Ausschmückung im Innen- und Außenbereich, z.B. von Veranstalltungshallen (Versammlungsstätten), öffentlichen Gebäuden (u.a. Kindergärten, Schulen, Verwaltungsgebäuden), Schaufenstern und Verkaufsräumen sowie als Sichtschutz verwendet.
Verpacken
Heimtextilien, z.B. Vliesstoffe können zur Verkleidung und Verpackung von Couch-, Sofa- und Sesselgarnituren verwendet werden.
Polstern


Heimtextilien werden
für Polstermöbel als Material für die Polsterung und als Grundschicht verwendet.

Rohstoffe für Heimtextilien

Rohstoffe für Heimtextilien

Je nach Verwendungszweck kommen

  • natürliche (z.B. Kokos, Jute, Sisal und Baumwolle),
  • synthetische (z.B. Polyethylen, Polypropylen, Polyester, Polyamide, Polyolefine und Polyacrylnitrite) oder
  • mineralische Fasern (z.B. Glas und Basalt) zum Einsatz.

Verarbeitungsarten von Heimtextilien

Verarbeitungsarten von Heimtextilien

Unterteilen lassen sich die Heimtextilien in Vliesstoffe, Gewebe, flächige Gewirke und Folien / Planen, die zum Verpacken bzw. Verkleiden, zum Schützen oder zur Dekoration eingesetzt werden.

  • Vliesstoffe werden durch einen chemischen, mechanischen oder thermischen (kohäsiven oder adhäsiven) Verfestigungsprozess aus flächenhaft aufeinander abgelegten einzelnen Fasern hergestellt. Je nach Verfestigungsverfahren bilden sich dabei unterschiedliche Eigenschaften, z.B. Zugfestigkeit, Dehnung, Öffnungsweite aus.
  • Gewebe bestehen aus sich regelmäßig, im Allgemeinen rechtwinklig, kreuzenden Fadensystemen. Die Bindungsart (z.B. Köper- oder Leinenbindung) beeinflusst dabei wesentlich die technischen Eigenschaften wie die Zugfestigkeit und die Dehnung.
  • Gewirke (Maschenwaren) bestehen aus einem oder mehreren Fadensystemen, die durch Vermaschen bzw. Vernähen verbunden werden. Diese unterscheiden sich von den Geweben durch gestreckt vorliegende Fäden sowie die Vernähung der Kreuzungspunkte mit einem dritten Faden, dem Nähfaden. Die hieraus entstehenden textile Flächen haben:
    • im Vergleich zu Geweben geringe Konstruktionsdehnungen,
    • verschiebefeste Knotenpunkte,
    • eine höhere Festigkeit und eine niedrigere Dehnung in Richtung der durchlaufenden Fäden.
  • Verbundstoffe sind in der Fläche miteinander verbundene Gewebe, Vliesstoffe oder Maschenwaren. Sie kombinieren die Eigenschaften der einzelnen Heimtextilien und werden für die optimale Anpassung an bestimmte Anforderungen hergestellt.