HISTORIE

Seit 1880 werden technische Textilien auf dem Standort der WESOM Textil GmbH in Olbersdorf bei Zittau produziert und vertrieben. Die damalige Firma „Gustav Wäntig“, ab 1917 dann „Gustav Wäntig AG“ erzeugte mit bis zu 1000 Mitarbeitern vor allem Jutegarne, Jutegewebe, Jutesäcke, Papiergewebe sowie Papiergewebe-Säcke. Das Unternehmen entwickelte sich so zur damals zweitgrößten deutschen Jutespinnerei und Weberei. Unter der Bevölkerung wurde Gustav Wäntig daher auch als der „Daimler“ von Sachsen bezeichnet.

Nach dem zweiten Weltkrieg 1945 erfolgte mit dem Volksentscheid vom 30. Juni 1946 die Enteignung der bisherigen Eigentümer. Die Firma „Gustav Wäntig AG“ wurde zum Volkseigenen Betrieb. Durch einige Angliederungen beispielsweise der „VEB Jutespinnerei Ostritz“, welche seit 1948 ebenfalls Bastfasern verarbeitete, konnte die Produktpalette kontinuierlich ausgebaut werden. Technische Textilien aus Olbersdorf erlangten so bereits in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) einen angesehen Namen.

1990 übernahm die „Sächsische Polypack GmbH“ aufgrund des gesellschaftspolitischen Wandels und der Wiedervereinigung die Produktion und den Vertrieb der textilen Erzeugnisse des bisherigen Volkseigenen Betriebes. Durch mehrere Forschungstätigkeiten in diesem Zeitraum konnten deutliche Verbesserungen der Nähgewirke-Herstellungstechnologien für Geotextilien erreicht und die Wettberwerbsfähigkeit des Unternehmens gewährleistet werden.

Zeittafel zur Unternehmensentwicklung von der Gustav Wäntig AG bis zur WESOM Textil GmbH
Zeittafel mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten