INDUSTRIE

Der Begriff der Industrietextilien umfasst alle textilen Produkte, die in der Industrie verwendet und vornehmlich auf die reine Funktionalität ausgelegt werden.

Diese hochspezialisierten Erzeugnisse werden unter anderem als Filterstoffe, Verpackungsmaterialien und Beschichtungsträger verwendet und ermöglichen damit die Herstellung und Entwicklung von unzähligen neuen und innovativen ökologischen und wirtschaftlichen Produkten sowie Technologien.


Funktionen der Industrietextilien

Funktionen der Industrietextilien

Filtern
Als Filter halten Industrietextilien unerwünschte Bestandteile oder andere Partikel zurück, während der Durchfluß von Gasen und Flüssigkeiten senkrecht zur Filterebene ermöglicht wird.
Folie20
Das Aufbringen einer festhaftenden Schicht aus formlosem Stoff auf die Oberfläche eines Werkstückes wird als Beschichten bezeichnet.  Industrietextilien lassen sich beispielsweise als Trägermaterial für PVC-Bodenbeläge einsetzen.
Verpacken
Industrietextilien können als Verpackungsmaterialien, z.B. zum Verpacken von voluminösen oder weichen Materialien verwendet werden.

Rohstoffe für Industrietextilien

Rohstoffe für Industrietextilien

Je nach Verwendungszweck kommen

  • synthetische Rohstoffe wie z.B. Polyethylen, Polypropylen, Polyester, Polyamide, Polyolefine und Polyacrylnitrite sowie
  • natürliche Fasermaterialien wie z.B. Baumwolle zum Einsatz.

Verarbeitungsarten von Industrietextilien

Verarbeitungsarten von Industrietextilien

Nach der Art der Verarbeitung werden Industrietextilien unterteilt in Vliesstoffe und flächige Gewirke  die zum Filtern, Tragen und Verpacken eingesetzt werden.

  • Vliesstoffe werden durch einen chemischen, mechanischen oder thermischen (kohäsiven oder adhäsiven) Verfestigungsprozess aus flächenhaft aufeinander abgelegten einzelnen Fasern hergestellt. Je nach Verfestigungsverfahren bilden sich dabei unterschiedliche Eigenschaften aus, die für den späteren Einsatz optimal angepasst werden.
  • Gewirke (Maschenwaren) bestehen aus einem oder mehreren Fadensystemen, die durch Vermaschen bzw. Vernähen verbunden werden. Diese unterscheiden sich von den Geweben durch gestreckt vorliegende Fäden sowie die Vernähung der Kreuzungspunkte mit einem dritten Faden, dem Nähfaden. Die hieraus entstehenden textile Flächen haben:
    • im Vergleich zu Geweben geringe Konstruktionsdehnungen,
    • verschiebefeste Knotenpunkte,
    • eine höhere Festigkeit und eine niedrigere Dehnung in Richtung der durchlaufenden Fäden.