PACK

Technische Textilien, die zum Schutz, zum Transport, zum Sammeln oder zum Umhüllen von Pack- und Schüttgütern genutzt werden, zählen zu den Packtextilien.

Sie eignen sich besonders zum Verpacken von voluminösen, körnigen, empfindlichen, weichen sowie harten Materialien. Die Anwendungsgebiete dieser Textilien befinden sich mit Sandsäcken im Hochwasserschutz, mit Verpackungsgewirken im Industriebereich, mit Ballenstoffen und -tüchern im Landwirtschafts- als auch mit Abfallsäcken im Gärtnereibereich.


Funktionen der Packtextilien

Funktionen der Packtextilien

Verpacken
Packtextilien können als Verpackungsmaterialien, z.B. zum Verpacken von voluminösen oder weichen Materialien verwendet werden. Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen werden vor allem als ökologische Alternative zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien, z.B. zum Verpacken von Baumballen verwendet.

Rohstoffe für Packtextilien

Rohstoffe für Packtextilien

Entsprechend des Einsatzzweckes der Verpackungsstoffe bzw. den Anforderungen des Pack- bzw. Schüttgutes werden kompostierbare Einweg- oder UV-beständige Mehrwegverpackungen aus

  • natürlichen (z.B. Kokos, Jute, Sisal und Baumwolle) oder
  • synthetischen (z.B. Polyethylen, Polypropylen, Polyester, Polyamide, Polyolefine und Polyacrylnitrite) Fasermaterial hergestellt.

Verarbeitungsarten von Packtextilien

Verarbeitungsarten von Packtextilien

Je nach Verarbeitungsart werden Packtextilien in Vliesstoffe und Gewirke unterteilt, die zum Verpacken eingesetzt werden.

  • Vliesstoffe werden durch einen chemischen, mechanischen oder thermischen (kohäsiven oder adhäsiven) Verfestigungsprozess aus flächenhaft aufeinander abgelegten einzelnen Fasern hergestellt. Je nach Verfestigungsverfahren bilden sich dabei unterschiedliche Eigenschaften, z.B. Zugfestigkeit und Dehnung aus.
  • Gewebe bestehen aus sich regelmäßig, im Allgemeinen rechtwinklig, kreuzenden Fadensystemen. Die Bindungsart (z.B. Köper- oder Leinenbindung) beeinflusst dabei wesentlich die technischen Eigenschaften wie die Zugfestigkeit und die Dehnung.
  • Gewirke (Maschenwaren) bestehen aus einem oder mehreren Fadensystemen, die durch Vermaschen bzw. Vernähen verbunden werden. Diese unterscheiden sich von den Geweben durch gestreckt vorliegende Fäden sowie die Vernähung der Kreuzungspunkte mit einem dritten Faden, dem Nähfaden. Die hieraus entstehenden textile Flächen haben:
    • im Vergleich zu Geweben geringe Konstruktionsdehnungen,
    • verschiebefeste Knotenpunkte,
    • eine höhere Festigkeit und eine niedrigere Dehnung in Richtung der durchlaufenden Fäden.