SMART

Bei der Kombination von Textilien mit elektronischen Bauteilen bzw. bei Textilien mit verliehenen elektrophysikalischen Eigenschaften spricht man von smarten Textilien. Diese smarten Textilien werden als eine Untergruppe der intelligenten Textilien (auch funktionale Textilien), welche mit Zusatzfunktionen auf der Basis von physikalischen, chemischen, biologischen oder elektrischen Effekten ausgestattet sind, verstanden.
Diese textilen Hightechprodukte werden z.B. als Sensoren in der Medizintechnik zur Überwachung von Vitalfunktionen oder von der Industrie zur selbständigen Kontrolle von Verschleiß eingesetzt. Im Bereich des geotextilen Landschaftsbaus können sie ebenfalls zur Überwachung von Belastungen und Zugspannungen sowie zur Detektierung von Wassereinbrüchen verwendet werden. Des Weiteren können smarte Textilien ausgeführt als Aktoren z.B. in der Kleidung den Körper warmhalten oder im industriellen Bereich Bauteile gezielt erwärmen.


Aktuelles Forschungsthema (08/2016 – 07/2019):

Technologieentwicklung zur sensorischen Nutzung der im Organoblech integrierten Metallfasern des In-situ-Erhitzungsverfahrens

Hochleistungsbauteile für den Maschinenbau sowie für die Automobil-, Luftfahrt-, Raumfahrt-, Sport- und Sicherheitsindustrie werden zunehmend aus Faserverbundwerkstoffen (FVW) gefertigt. Vor allem die herausragenden spezifischen Eigenschaften, wie die extrem hohe Festigkeit bei gleichzeitig sehr geringer Dichte machen die Verbundwerkstoffe als Konstruktionsmaterial interessant. Dem Durchbruch in die Großserienfertigung stehen derzeit noch wirtschaftliche und technologische Hemmnisse entgegen.

Um dieser Großserienherstellung von Bauteilen und Baugruppen aus faserverstärkten Kunststoffen einen Schritt näher zu kommen, haben die WESOM Textil GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer IWU bereits in der Vergangenheit erfolgreich ein technologisches Konzept entwickelt. Basis dieses Verfahrens ist die In-situ-Erhitzung von Organoblechen mittels integrierter elektrisch leitfähiger Metallfasern, die im Weiteren für eine zusätzliche Funktionsintegration der Bauteile und Baugruppen eingesetzt werden können. Mit diesem erzielten Zusatznutzen kann die Wirtschaftlichkeit, die Effizienz und die Leistungsfähigkeit der mittels der In-situ-Erhitzung hergestellten Bauteile weiter erhöht werden.

Ziel des Vorhabens ist die erhebliche Verbesserungen der bereits entwickelten Technologie der In-situ-Erhitzung, welche zur Herstellung von Hochleistungsbauteilen und –baugruppen aus endlosfaserverstärkten, thermoplastischen Kunststoffhalbzeugen, z. B. Organoblechen genutzt werden kann. Funktionsintegrationen für die bereits in der In-situ-Erhitzung modifizierten Organobleche werden angestrebt, um die Nutzungsvielfalt der faserverstärkten Bauteile und damit die Wirtschaftlichkeit weiter zu steigern.

Für das beschriebene Forschungsprojekt suchen wir noch Partner im Bereich Thermoformen von Organoblechen sowie interessierte Anwender, die Ihre Anforderungen an den Werkstoff mit einbringen wollen. Für weitere Information stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung: danilo.matthess@wesom-textil.de


Ihre Problemstellung

Auf dem Gebiet der smarten Textilien entwickeln wir im Rahmen von Forschungstätigkeiten ständig neue Lösungen und Ansätze für bestehende Probleme.
Beschreiben auch Sie uns Ihre Problemstellung!
Wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung (gegebenenfalls auch bei Ihnen vor Ort) und werden im Rahmen der technischen Möglichkeiten mit Ihnen gemeinsam Lösungen erarbeiten.