Verarbeitungsarten von Agrartextilien

Je nach Verarbeitungsart werden Agrartextilien in Vliesstoffe, Gewebe, Gewirke, Verbundstoffe, Bänder und Garne unterteilt, die unter anderem zum Schützen, Abschatten, Verpacken, Binden, Fangen und zur Dekoration eingesetzt werden.

  • Vliesstoffe werden durch einen chemischen, mechanischen oder thermischen (kohäsiven oder adhäsiven) Verfestigungsprozess aus flächenhaft aufeinander abgelegten einzelnen Fasern hergestellt. Je nach Verfestigungsverfahren bilden sich dabei unterschiedliche Eigenschaften aus, die für den späteren Einsatz optimal angepasst werden.
  • Gewebe bestehen aus sich regelmäßig, im Allgemeinen rechtwinklig, kreuzenden Fadensystemen. Die Bindungsart (z.B. Köper- oder Leinenbindung) beeinflusst dabei wesentlich die technischen Eigenschaften wie die Zugfestigkeit und die Dehnung.
  • Gewirke (Maschenwaren) bestehen aus einem oder mehreren Fadensystemen, die durch Vermaschen bzw. Vernähen verbunden werden. Diese unterscheiden sich von den Geweben durch gestreckt vorliegende Fäden sowie die Vernähung der Kreuzungspunkte mit einem dritten Faden, dem Nähfaden. Die hieraus entstehenden textile Flächen haben:
    • im Vergleich zu Geweben geringe Konstruktionsdehnungen,
    • verschiebefeste Knotenpunkte,
    • eine höhere Festigkeit und eine niedrigere Dehnung in Richtung der durchlaufenden Fäden.
  • Verbundstoffe sind in der Fläche miteinander verbundene Gewebe, Vliesstoffe oder Maschenwaren. Sie kombinieren die Eigenschaften der einzelnen Geotextilien und werden für die optimale Anpassung an bestimmte Anforderungen hergestellt.
  • Bänder sind Textilien mit begrenzter Breite, die in der Regel zwei feste Kanten aufweisen.
  • Garne werden auf der Basis natürlicher Materialien bzw. bei besonderen Anforderungen an die Beständigkeit auf der Basis synthetischer Materialien hergestellt.